Urlaubsregelung

Als entsandter Arbeitnehmer in Dänemark unterliegen Sie generell den Urlaubsbestimmungen in Ihrem Heimatland. Sie haben mindestens die Rechte, die im dänischen Urlaubsgesetz festgeschrieben sind. Das bedeutet, dass die dänischen Regelungen gelten, wenn die Urlaubsbestimmungen in Ihrem Heimatland weniger günstig sind.

Die Urlaubsbestimmungen sind im Urlaubsgesetz geregelt und gelten für praktisch alle Arbeitnehmer mit wenigen Ausnahmen, u. a. Arbeitnehmer in der Landwirtschaft. Mehr darüber können Sie unten lesen.

Auf wie viel Urlaub haben Sie Anspruch?

Ein Arbeitnehmer hat einen Urlaubsanspruch von 25 Tagen im Urlaubsjahr, was 5 Wochen entspricht – ungeachtet dessen ob der Arbeitnehmer eine Anwartschaft auf Urlaub mit oder ohne Lohnfortzahlung oder Urlaubsgeld erworben hat. Hat der Arbeitnehmer kein Recht auf bezahlten Urlaub erworben, hat er jedoch weiter das Recht, Urlaub ohne Lohn oder Urlaubsgeld zu nehmen.

Wann kann man Urlaub nehmen?

Der Haupturlaub – 3 Wochen – wird zusammenhängend gewährt, und der Arbeitnehmer hat das Recht, diesen Urlaub im Zeitraum zwischen dem 1. Mai und dem 30. September zu nehmen.

Der übrige Urlaub – 2 Wochen – muss zusammenhängend mit jeweils mindestens 5 Tagen gewährt werden. Der Arbeitgeber legt in Absprache mit dem Arbeitnehmer fest, wann der Urlaub genommen werden kann. Den Wünschen des Arbeitnehmers muss dabei so weit wie möglich entsprochen werden.

Wenn der Arbeitgeber bestimmt, wann der Urlaub genommen werden soll, muss der Haupturlaub spätestens 3 Monate vor Urlaubsantritt und der übrige Urlaub spätestens einen Monat vor Urlaubsantritt angekündigt werden.

Welchen Anspruch auf bezahlten Urlaub erwirbt man?

Ein Arbeitnehmer erwirbt das Recht auf 2,08 Tage bezahlten Urlaub pro Monat Anstellung im Anspruchsjahr. Das Anspruchsjahr ist ein Kalenderjahr. Der Urlaub muss im Urlaubsjahr genommen werden, das vom 1. Mai bis zum 30. April läuft.

Für den Anspruch auf Urlaubsgeld ist es nicht von Bedeutung, ob der Arbeitnehmer in Voll- oder Teilzeit beschäftigt ist.

Bekommt man Lohn oder Urlaubsgeld für Urlaubstage?

Die Bezahlung für Urlaubstage, für die man Ansprüche erworben hat, kann entweder aus dem üblichen Lohn oder aus Urlaubsgeld bestehen.

Arbeitnehmer, die befristet angestellt sind und Recht auf Lohnfortzahlung an Feiertagen und bei Krankheit haben, haben das Recht auf Lohnfortzahlung im Urlaub. Der Lohn während des Urlaubs ist der übliche Lohn zum Urlaubszeitpunkt. Neben dem üblichen Lohn erhalten diese Arbeitnehmer auch ein zusätzliches Urlaubsgeld. Das zusätzliche Urlaubsgeld beträgt 1 Prozent des Lohnes im Anspruchsjahr.

Auf Stundenbasis angestellte Arbeitnehmer erhalten Urlaubsgeld, das 12,5 Prozent des Lohns im Anspruchsjahr beträgt.

Sind Sie in der Landwirtschaft angestellt?

Wenn Sie in der Landwirtschaft angestellt sind, gelten bestimmte Ausnahmen zum Urlaubsgesetz. Sie gelten, wenn Sie Lohn für die Ausführung von häuslicher Arbeit oder Arbeit in der Landwirtschaft erhalten und entweder Kost und Logis oder nur Kost beim Arbeitgeber als Teil des Lohns erhalten.

Eine Ausnahme besteht darin, dass Sie und Ihr Arbeitgeber u. a. vereinbaren können, dass Sie einen Urlaubsanspruch erwerben und laufend in Anspruch nehmen können: Sie erwerben den Anspruch auf dieselbe Anzahl Urlaubstage pro Monat wie nach den Bestimmungen im Urlaubsgesetz festgelegt, doch Sie können diese sofort in Anspruch nehmen. Sie können also die Urlaubstage, für die Sie im August einen Anspruch erwerben, bereits im August nehmen.

Eine solche Vereinbarung muss jedoch schriftlich abgeschlossen werden, bevor die Arbeit beginnt; ansonsten gelten für Sie die allgemeinen Urlaubsbestimmungen.