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Arbeitsunfälle und Versicherung – die Pflichten des Arbeitgebers

Wenn Sie in Ihrem Betrieb Beschäftigte haben, die in Dänemark arbeiten, haben Sie in Verbindung mit Arbeitsunfällen eine Reihe von Pflichten. Zum Beispiel sind Sie dazu verpflichtet, die Mitarbeiter gegen berufsbezogene Verletzungen und Schäden zu versichern und eventuelle Arbeitsunfälle beim Amt für Arbeitssicherheit (Arbejdsmarkedets Erhvervssikring) zu melden.

Als Arbeitgeber von entsandten Mitarbeitern, die in Dänemark tätig sind, haben Sie im Hinblick auf Arbeitsunfälle eine Reihe von Pflichten. Die beiden wichtigsten sind:

  • Ihre Pflicht, eine Versicherung von Arbeitsunfällen für Ihre Beschäftigten abzuschließen
  • Ihre Pflicht, Arbeitsunfälle zu melden

Die Pflicht zum Abschluss einer Versicherung von Arbeitsunfällen

Sie müssen Ihre Beschäftigten gegen Berufskrankheiten absichern, indem Sie sich beim Amt für Arbeitssicherheit (Arbejdsmarkedets Erhvervssikring) anmelden. Sie müssen sie zudem gegen Arbeitsunfälle absichern, indem Sie eine Versicherung bei einer Berufsunfallversicherung abschließen.

Wenn Sie eine Person beschäftigen, müssen Sie eine Versicherung von Arbeitsunfällen für diese Person abschließen.

Die Pflicht zum Abschluss einer Versicherung von Arbeitsunfällen besteht nicht für eine Person, die in Ihrem privaten Haushalt weniger als 400 Stunden pro Jahr arbeitet.

Meldung von Berufskrankheiten

Wenn Sie als Arbeitgeber eine Berufskrankheit melden, hat Ihre Berufsunfallversicherung die Kosten des Schadens zu tragen. Das heißt, Ihre Versicherungsgesellschaft bezahlt die Kosten für das Verfahren und einen eventuellen Schadenersatz.

Meldung von Unfällen

Sie sind dazu verpflichtet, sämtliche Arbeitsunfälle zu melden. Eine Arbeitsverletzung ist eine physische oder psychische Verletzung, die auf ein Ereignis oder eine Einwirkung bei der Arbeit zurückzuführen ist, das/die plötzlich oder innerhalb von 5 Tagen erfolgt.

Sie müssen spätestens 9 Tage nach dem Arbeitsunfall Arbeitsverletzungen Ihrer Versicherungsgesellschaft melden.

Verletzungen, die zunächst nicht gemeldet wurden, müssen später gemeldet werden, wenn der Geschädigte seine Arbeit nicht spätestens 5 Wochen nach Auftreten des Arbeitsunfalls in vollem Umfang wieder aufgenommen hat. In einem solchen Fall müssen Sie den Schaden spätestens 5 Wochen nach dem Tag vor Auftreten des Schadens melden.

Unternehmen mit einer dänischen CVR-Nummer müssen Unfälle über das elektronische Benachrichtigungssystem EASY melden. EASY ist auf Virk.dk verfügbar

Arbeitsunfall als Arbeitgeber mit CVR-Nummer im EASY melden (auf Dänisch)

Ausländische Unternehmen ohne dänische CVR-Nummer können Arbeitsunfälle über einen besonderen Zugang auf Virk.dk melden. Hierbei muss die RUT-Nummer des Unternehmens angegeben werden.

Arbeitsunfall als Arbeitgeber ohne CVR-Nummer melden (auf Dänisch)

Ausländische Unternehmen, die weder eine dänische CVR-Nummer noch eine RUT-Nummer haben, sowie Bürger können Meldungen über ein Formular vornehmen.

Arbeitsunfall per Formular melden (auf Englisch)

Sonderregelung bei Todesfall

Todesfälle, die durch einen Arbeitsunfall verursacht wurden, und Todesfälle, die an einem Arbeitsplatz eintreten, müssen innerhalb von 48 Stunden dem Amt für Arbeitssicherheit (Arbejdsmarkedets Erhvervssikring) gemeldet werden. Rufen Sie an unter + 45 20 42 63 97.

Meldung von Berufskrankheiten

Sie sind als Arbeitgeber nicht dazu verpflichtet, Berufskrankheiten zu melden.

Wenn einer Ihrer Angestellten eine Berufskrankheit erlitten hat, kann der Arbeitnehmer einen Arzt aufsuchen und die Krankheit melden.

Für einen Arbeitgeber hat ein Arbeitsunfallverfahren in der Regel den folgenden Ablauf:

1. Der Mitarbeiter kommt zu Schaden und der Schaden wird gemeldet

Wenn ein Mitarbeiter einen Unfall hat, sind Sie als Arbeitgeber dazu verpflichtet, den Arbeitsunfall zu melden, sofern der Unfall bedeutet, dass der Mitarbeiter den Anspruch auf gesetzliche Leistungen hat. Dies kann zum Beispiel die Deckung von Ausgaben für die Behandlung, einen Schadenersatz für dauerhafte Schäden und eine Ersatzleistung für Berufsunfähigkeit sein.

Arbeitsunfälle sind über das elektronische Meldesystem EASY zu melden.

Seit 1. Juli 2010 ist die elektronische Meldeform vorgeschrieben.

Wenn Sie es versäumen, einen Arbeitsunfall zu melden, kann dies mit einer Geldbuße bestraft werden.

Ausländische Arbeitgeber, die keine CVR-Nummer haben, können eine Befreiung von der digitalen Meldung beantragen. Der Befreiungsantrag ist gleichzeitig mit der Meldung einzugeben auf:

Formular zur Meldung von Arbeitsunfällen (PDF, auf Englisch)

2. Bearbeitung durch das Amt für Arbeitssicherheit

Als Arbeitgeber können Sie in das Verfahren einbezogen werden, indem Sie gebeten werden, bestimmte Angaben zu bestätigen. Dies kann zum Beispiel Angaben zu den Arbeitsaufgaben betreffen, die in der Meldung beschrieben sind.

Sie sind als Arbeitgeber verpflichtet, die Fragen zu beantworten, die Sie in Verbindung mit der Bearbeitung des Verfahrens erhalten.

Als Arbeitgeber sind Sie normalerweise keine Partei im Verfahren des Mitarbeiters und haben daher kein Recht auf Akteneinsicht.

3. Das Amt für Arbeitssicherheit trifft einen Anerkennungsbeschluss

Wenn das Amt für Arbeitssicherheit einen Bescheid an den Mitarbeiter sendet, erhalten Sie als Arbeitgeber den Teil des Bescheides, in dem festgestellt wird, ob der Schaden als Berufskrankheit anerkannt wird, das heißt ob der Schaden aufgrund der Arbeit oder der Bedingungen, unter denen die Arbeit erfolgt ist, aufgetreten ist.

Sie können als Arbeitgeber Widerspruch gegen diesen Teil des Bescheides einlegen.

Als Arbeitgeber erhalten Sie nicht den Teil des Bescheides, der einen eventuellen Schadenersatz behandelt, und Sie können nicht Widerspruch gegen den Bescheid über einen Schadenersatz einlegen.

Sie haben als Arbeitgeber das Risiko und die Schadenersatzhaftung nach dem Berufskrankheitsgesetz auf Ihre Versicherungsgesellschaft übertragen. Deshalb ist die Versicherungsgesellschaft eine Partei im Verfahren und kann Widerspruch gegen den Bescheid über Schadenersatz einlegen.

Geldbußen und Zahlungsforderung

Wenn Sie Ihrer Pflicht zum Abschluss einer Versicherung von Arbeitsunfällen für Ihre Beschäftigten sowie zur Anmeldung beim Amt für Arbeitssicherheit (Arbejdsmarkedets Erhvervssikring) nicht nachkommen, werden Sie mit einer Geldbuße bestraft.

Wenn Sie keine Versicherung von Arbeitsunfällen abgeschlossen haben und einer Ihrer Beschäftigten zu Schaden kommt, streckt das Amt für Arbeitssicherheit für Sie das Geld vor. Danach müssen Sie den Schadenersatz für den Geschädigten und die Verfahrenskosten selbst zahlen.

Wenn Sie Ihrer Pflicht zur Meldung eines Unfalls und zur Unterstützung des Amts für Arbeitssicherheit bei der Untersuchung des Vorfalls nicht nachkommen, werden Sie mit einer Geldbuße bestraft.

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Kontakt Arbejdsmarkedets Erhvervssikring
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Montag 9 - 15 Uhr
Dienstag bis Freitag 9 - 12 Uhr

+45 72 20 60 00
aes@aes.dk